Letztes Feedback

Meta





 

Fukushima: Kein Platz für verseuchtes Wasser

Mal wieder neue Hiobsbotschaften aus dem Atomkraftwerk Fukushima. Ein Erdbeben der Stärke 6,0 ließ am letzten die Erde rund um das Kernkraftwerk Fukushima erbeben. Zum Glück blieben diesmal Schäden wie noch vor zwei Jahren aus. Dennoch besteht Veranlassung zur Sorge, denn der Grundwasserspiegel steigt massiv und damit auch das radioaktiv verstrahlte Wasser. Tepco hat zwar versucht mit Hilfe einer Chemikalie, eine Sperre zu schaffen, dennoch blieb die Bemühung vergeblich. Der Wasserspiegel steige mit "einer ziemlich hohen Wahrscheinlichkeit" weiter nach oben, sagte Shinji Kinjo von den Behörden am Montag. Sollte das Grundwasser weiter steigen, wäre es nur eine Frage der Zeit, bis es sich in den Pazifischer Ozean ergießt.

Hypothetisch müsste Tepco jeden Tag 100 Tonnen Wasser abpumpen und sichern. Die Schwierigkeit ist nur, dass die Wasserspeicher mit einem Volumen von 380.000 Tonnen schon zu 85 Prozent belegt sind. Wohin also mit dem radioaktivem Wasser? Ein Tepco-Sprecher erklärte, dass Unternehmen ergreife diverse Maßnahmen, um ein Auslaufen des verseuchten Wassers in die benachbarte Bucht zu unterbinden. Genauere Pläne sind jedoch noch nicht bekannt.

Es wird abzuwarten sein ob Tepco die Probleme in den Griff bekommt. Sollte dies nicht möglich sein, wären verheerende Umwelt- und Naturschäden die Folgeerscheinung. Schon sofort nach der Havarie sind 20 bis 40 Billionen Becquerel des radioaktiven Stoffes Tritium in den Pazifik gelangt. Sollte jetzt tatsächlich das Grundwasser die Oberfläche erreichen, dürfte sich die Zahl um ein vielfaches erhöhen.

Schon im letzten Jahr hat sich radioaktives Meerwasser durch die Meeresströmung in Richtung Nordamerika und über den halben Nordpazifik verteilt. Zu dieser Zeit berechnete ein Forscherteam des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung in Kiel, dass in diesem Herbst die ersten Ausläufer von radioaktivem Wasser auf die Hawaii-Inseln auftreffen werden. Das radioaktive Wasser fließt mit der Meeresströmung und verteilt sich daher ziemlich schleichend. Nichtsdestotrotz werden die Werte noch lange Zeit, insbesondere in der Gegend um Japan, über Normalwert liegen und das auch ohne die sich derzeit absehbare Katastrophe.

6.8.13 14:34

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen