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Aktuelles zur Energiewende

Die Energiewende ist nun schon seit mehr als einem Jahr ein ständiges Thema im TV und Magazinen. Am Anfang stand großer Optimismus und eine große Vorfreude auf eine saubere und günstige Energieversorgung in der Bundesrepublik Deutschland. Natürlich war den meisten Leuten klar, dass sich die Ziele einer unabhängigen und rein regenerativen Stromversorgung nicht ohne Probleme vollbringen lassen.

Zig Kritiker der Energiewende hatten mit Beginn der Energiewende die Angst, dass es zu prompt steigenden Energiepreisen kommen könnte. Nach gut einem Jahr kann man ein Zwischenfazit ziehen und den Kritikern ein wenig den Wind aus den Segeln nehmen. Der Strompreis ist zwar gestiegen aber bloß im geringen Maße. Vor allem das EEG wurde geändert, um speziell die Aufwendungen für Solarenergie im Rahmen zu halten. So wurden die Vergütungssätze für neue Solaranlagen heftig gesenkt, um den Neubau und Ausbau zu reglementieren.

Auch Stromausfälle war eine Sorge vieler Personen nachdem bekannt wurde, dass die Kernkraftwerke abgeschaltet teils abgeschaltet werden. Jedoch auch hier wurden die Kritiker im ersten Jahr der Energiewende eines Besseren belehrt, denn bis jetzt gab weder im Winter noch im Frühjahr Stromknappheit in Deutschland. Teils wurde selbst noch Energie in Länder wie Frankreich und Tschechien exportiert. Deshalb man auch in Zukunft davon ausgehen, dass mit zunehmenden Erweiterungen der alternativen Energien, es zu keinem Black-out oder einer Stromknappheit in der Bundesrepublik kommen wird.

Ein weiterer Nutzen der Energiewende ist, dass der Ökostromanteil in Deutschland deutlich gestiegen ist. So lag der Anteil der regenerativen Energien im ersten Halbjahr 2012 wesentlich über dem Beitrag der Kernenergie. Somit sind die Ziele der Bundesregierung bis zum Jahr 2020 aus der Nuklearenergie auszusteigen in greifbarer Nähe. Aber gibt es noch viele weitere Hürden zu nehmen, denn die Probleme wie dem Speichern von Energie, der Netzausbau und Befolgung der Klimaschutzziele sind bis jetzt nicht erledigt. Für die Energiespeicher gibt es schon viele innovative Lösungen, wie das Power-to-Gas-Prinzip bei dem überschüssige Leistung genutzt wird um synthetisches Erdgas herzustellen. Auch der Netzausbau ist schon in der Planung, jedoch verzögert sich der Ausbau durch lange Genehmigungsverfahren und Proteste seitens Bürgerinitiativen.

Um die Energiewende nun doch noch auf den richtigen Weg zu bringen und die Hindernisse aus dem Weg zu räumen, hat Umweltminister Altmaier einen 10-Punkte-Plan entworfen. Zu diesen Punkten zählen:

1. Energiewende als Kernaufgabe moderner Umwelt- und Wirtschaftspolitik erfolgreich und effizient umsetzen 2. Neuer Schwung für Klimaschutz 3. Nukleare Entsorgung im Konsens regeln 4. Naturschutz und Gewässerschutz voranbringen (Kompensationsverordnung und Verordnung zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen) 5. Wertstofferfassung und Mehrweg als zentrale Elemente von Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz stärken 6. Schutz vor elektromagnetischen Feldern verbessern 7. Diskussion über unkonventionelle Erdgasvorkommen (Fracking) verantwortlich gestalten 8. Bürgerbeteiligung und Transparenz als Voraussetzung erfolgreicher Umweltpolitik 9. Lehren aus Rio: Neue Wege in der Europäischen und Internationalen Umweltpolitik 10. Perspektive 2030

Mit dem Plan "Mit neuer Energie" will Altmaier die Energiewende in die richtige Richtung lenken und Kosten mindern. Gleichwohl wird ihm auch einiges an Kritik entgegen geworfen. So sagte die SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles: "Kostenlose Energieberatung ist zu wenig. Umweltminister Peter Altmaier betreibt Augenwischerei. Sanierung ist die wirksamste Einsparmöglichkeit".

Vor allem aber will Altmaier auf Bewehrtes setzen - Windenergie nutzen und den Energiebedarf verkleinern. Aber auch die Energiegewinnung durch Biomasse will Altmaier neu besprechen, sowie eine Fördermittel von Ökostrom zusätzlich zum EEG. Eine kostenlose Energieberatung für Jedermann ist einer seiner Kernpunkte. Hiermit will Altmaier wohl für einen nachhaltig geringeren Stromverbrauch sorgen, welcher jedoch am Anfang durch die Beratungen immens kostenintensiv werden könnte. Unter anderem sollen Stromsparlampen und abschaltbare Steckdosen in möglichst alle deutschen Haushalte eingebettet werden. Ob Altmaier tatsächlich seine Pläne so erreichen kann ist ungewiss. Ob tatsächlich die Energiewende und die Klimaschutzziele unter einen Hut gebracht werden können, wird man erst in ein paar Jahren verlässlich abschätzen können. Bis jetzt steckt die Energiewende in den Kinderschuhen und es müssen erst die Grundlagen, sowohl formell als auch technisch, geschaffen werden, um tatsächlich den Erfolg beurteilen zu können.

23.8.12 17:59

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